Vernissage der Wagner Plakate Ausstellung „Wie, hör’ ich das Licht?“ – 26. Juli 2014

Altes Schloss Bayreuth

Altes Schloss Bayreuth

Die Vernissage der Wagner Plakate Ausstellung „Wie, hör’ ich das Licht?“ fand am 26. Juli im Alten Schloss Bayreuth, Maximilianstraße. 6, statt und ist noch bis zum 10. August 2014 während der Festspielzeit zu sehen.

Thomas Ebersberger

Thomas Ebersberger

In einem Grußwort würdigte der 2. Bürgermeister der Stadt Bayreuth, Thomas Ebersberger, die Bedeutung Richard Wagners für Bayreuth und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass während der 103. Bayreuther Festspiele an seiner großen Wirkungsstätte diese Plakate-Sammlung zu sehen ist und den Festpielbesuchern mannigfache Assoziationen zum Werk des Bayreuther Meisters ermöglicht.

Marlene Lichtenberg

Marlene Lichtenberg

Sodann sang Marlene Lichtenberg, Mezzosopranistin am Staatstheater Cottbus: „Weiche Wotan, weiche…“ aus „Das Rheingold“. Sie und der Tenor Markus Ahme aus Berlin wurden am von Klemens Schmidt Klaviere & Flügel zur Verfügung gestellten Klavier von Hans Martin Gräbner, Komponist, Pianist, Dirigent und Musikwissenschaftler, begleitet. Gräbner beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren immer wieder intensiv mit dem Werk Richard Wagners und gibt während der Festspiele in Bistro & Garten Walhall am Grünen Hügel. Einführungsvorträge.

Markus Ahme und Hans Martin Gräbner

Markus Ahme und Hans Martin Gräbner

Markus Ahme sang sodann den Monolog des Siegmund „Ein Schwert verhieß mir der Vater…“ aus „Die Walküre“. Beide Sänger sowie der Begleiter bekamen vom mit etwa 80-90 Personen zahlreich erschienenen Publikum begeisterten Applaus.

Stephan Braunfels

Stephan Braunfels

Prof. Stephan Braunfels, Enkel des Komponisten Walter Braunfels und Architekt aus Berlin, hielt sodann eine interessante Rede zur Ausstellung und zum Sammler. Er führte aus, dass es seit dem holländischen Freiheitskrieg gegen die Spanier im 16. Jahrhundert Plakate gibt. Seither sind Plakate immer wieder zu Propagandazwecken in Kriegszeiten gedruckt worden. Die Blütezeit der Plakate als Kunstplakate begann dann allerdings erst im späten 19. Jahrhundert, also zu Lebzeiten Wagners, in Paris. Der erste große Plakatkünstler Jules Chéret (1836-1932) wusste sofort, wie man bei einem unbeteiligten Publikum Aufmerksamkeit erweckt. Mit leicht bekleideten Damen und neuartigen Schrifttypen lockte er die Pariser in die Cabarets und Theater. Seither waren die Plakate die wichtigsten Werbeträger für Theater und Oper.

Die Ausstellung

Die Ausstellung

Der größte Sammler europäischer Plakatkunst wurde der jüdische Arzt Hans Sachs, dessen Sammlung am Ende 12.500 Plakate umfasste. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Plakatmalerei zu einer Kunstform, die auch den Zeitgeist und die Avantgarde darzustellen in der Lage war. Führend wurde hier die Schweiz, weil in diesem kleinen Land mit drei Landessprachen eine bildhafte, also unmittelbar verständliche Botschaft von großer Bedeutung war. In den letzten Jahrzehnten erlebte das Theater- und Opernplakat dank neuer Design- und Herstellungstechniken eine neue Blüte, die es zu einem wertvollen Sammlungsgegenstand machte.

Ahme, Lichtenberg, Gräbner

Ahme, Lichtenberg, Gräbner

Der musikalische Teil der Vernissage ging dann weiter mit Siegmunds „Winterstürme wichen dem Wonnemond…“ aus „Die Walküre“ durch Markus Ahme. Marlene Lichtenberg entließ anschließend mit „Träume“ aus den Wesendonck-Liedern das angeregte Publikum in das kleine Abenteuer, mit einem visuellen Rundgang durch das universale Oeuvre von Richard Wagner zu versuchen, – vielleicht träumend -, die Musik zu hören, die sich hinter den Plakaten verbirgt…

Klaus Billand

Klaus Billand

Der Sammler Klaus Billand dankte nach einigen abschließenden Worten zur Plakate-Sammlung und ihrer Entstehung in den letzten 15 Jahren den Mitwirkenden, Sponsoren und Unterstützern der Ausstellung:

Regierung von Oberfranken
Muench-Druck Bayreuth
Klemens Schmidt Klaviere & Flügel
Kunstverein Bayreuth e.V.
Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V.
Richard Wagner Verband Bayreuth e.V.

Ausstellungs-Flyer

Ausstellungs-Flyer

Bilder: Klaus Billand

Flyer-Gestaltung: Ulrich Chmel

Klaus Billand

DIE AUSSTELLUNG (BZW. TEILE DAVON) KANN VON INTERESSIERTEN OPERNHÄUSERN ZU WAGNER-ZYKLEN AUSGELIEHEN WERDEN.