Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate: Die Walküre Pr. - 30. Januar 2019 - Zusatz

Das Film-Team

Veranstaltungshinwseis

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Seit der Premiere habe ich mir Gedanken gemacht, wo der Film der „semi-szenischen“ „Walküre“ der Bayreuther Festspiele in Kooperation mit dem Veranstalter Abu Dhabi Classics im feudalen Emirates Palace, dem ultimativen Luxushotel im Emirat Abu Dhabi am Persischen Golf, gedreht worden sein könnte. Was man da als von Richard Wagner gewünschtes „Wildes Felsengebirge“ sah, war kein solches. Denn die Berge in den Schweizer Alpen (u.a. bei seinen wiederholten Aufstiegen auf das „Faulhorn“), die für ihn Pate für die „Walküre“ und den „Walküren-Felsen“ standen, sind ein Faltengebirge mit vorherrschenden Granitformationen. Was ich im Film aber sah, erinnerte mich sofort and die typischen Vulkanlandschaften der Kanarischen Inseln. Regelmäßige Winteraufenthalte auf dem Archipel haben auch mich mit dieser großartigen, von vulkanischen Ausbrüchen und viel Geröll gekennzeichneten sowie reizvollen Landschaften vertraut gemacht. In diesem Kontext konnte ich nun erfahren, dass die 1. und 2. Szene des 2. Aufzugs und der gesamte 3. Aufzug tatsächlich auf Gran Canaria gedreht wurden. Dabei konnte ich auch in Erfahrung bringen, wer die Regie über den hinter dem Bayreuther Festspielorchester laufenden stummen Film führte und die Schauspieler waren, die so eindrucksvoll und professionell die diversen Rollen der „Walküre“ mimten. Denn, wie ich schon in meiner Rezension schrieb (weiter oben), wurden all diese Künstlerinnen und Künstler im Programmheft nicht erwähnt. Ich denke weiterhin, dass sie das verdient gehabt hätten, haben sie doch einen wichtigen Teil dieser Produktion erarbeitet, deren „semi-szenischer“ Charakter im Grunde erst durch den Film bewirkt wurde. Sonst wäre es eine konzertente Aufführung gewesen. Ich habe mich als Deutscher, der eine deutsche Produktion im arabischen Raum erlebt, unwohl gefühlt – um es diplomatisch auszudrücken – dass einem bedeutenden Teil der beteiligten Künstlerinnen und Künstler im Programmheft, in dem so etwas immer steht und das auf allen Sitzen lag, keine Würdigung für zudem wirklich gute Leistungen widerfahren ist und sie in völliger Anonymität blieben. Natürlich können sie nichts dafür, das letztlich das Konzept weitgehend emotionsfrei singender Wagnersänger und der emotional, aber stumm agierenden Schauspieler auf der Leinwand nicht aufging und somit der Funke trotz aller Herrlichkeit der erstmals hier erklingenden „Walküre“-Musik und der Bayreuther Weltklasse-Sänger nicht auf das arabische Publikum übersprang.

Hier ist das Personal des Films:

A: Sängerinnen und Sänger

Wotan: Predrag Stojanovic und Uwe Vogel
Brünnhilde: Cornelia Lanz
Fricka: Isabel Seebacher
Siegmund: Manolito Mario Franz
Sieglinde: Natasha Djikanovich
Hunding: KS Bernd Hofmann

Offenbar waren einige der Schauspieler auch Sänger.

B. Das Produktionsteam

Regie, Schnitt und Kamera: David Kasperowski
Kamera: David Sünderhauf
Assistenz: Maximilian Stigler und Marvin Hammer
Maske und Kostüm: Chantal Hopp und Helena Lutz
VFX Post: Lukas Gollert
Ausstattung: Lena Oelschlegel

Foto: Klaus Billand

Klaus Billand auf Teneriffa

Ring des Nibelungen

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